Ernährungschoaching

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Im folgenden findest Du etwas ausführlicher die Grundlagen zu

Sozial-Psychologische Integration natürlicher Ernährung

von Steffen 0rlowski, Juni 2014

Inhalt

1.      Einführung

2.      Probleme beim Ist-Zustand – konventioneller Esskultur

  1. Säure-Basenhaushalt
  2. Erhitzte Nahrung
  3. Zucker, Milch, Alkohol, Fleisch, gehärtete Fette, Getreide
  4. Einfluß auf den Geist – Suchtpotenial konventioneller Ernährung

 3.      Was ist unter natürlicher Ernährung zu verstehen ?  

4.      SPANNUNGSFELD zwischen Ursprung und Jetztzustand

i.   Angst und Widerstände bzgl. Verhaltensänderung

ii.  Hürden einer Ernährungsumstellung

iii. Kollektivbewußtsein/ Zugehörigkeitsgefühl contra           individuellem Bewusstsein

5.    Wege durchs Nadelöhr – Lösungsansätze

i.                  Aufklärung und Motivation

ii.                  Experiment

iii.                  Selbsterfahrung

iv.                  Vorleben statt missionieren

v.                  Austausch mit Gleichgesinnten – Gruppenbildung – Netzwerke

vi.                  Aufbau neuer Ernährungskultur – Zielbeschreibung

 

 

 

1.      Einführung

„ Laßt Nahrung Eure Medizin sein.“            Hyppokrates 431 v. Chr.

 Beschäfftigt man sich mit Ernährung zur Optimierung der körperlich geistigen Versorgung trifft man auf einen verwirrenden Dschungel an teils stark widersprechenden Ernährungstheorien, Argumenten, Haltungen und Ausrichtungen. Um mich hier zurecht zu finden hat mir die Orientierung an aktuellen Erkenntnissen der Evolution und unseren Ursprüngen geholfen.

Warum werden wild lebende Tiere kaum krank und bei den so hochentwickelten Menschen ist kaum noch ein Gesunder !? Tiere die hauptsächlich mit erhitzter Nahrung gefüttert wurden , erkrankten und starben. Ist das nicht Zeichen genug , dass unsere derartige global verbreitete Kultur Nahrung zu erhitzen, oder gar industriell derartig manipulativ zu verändern, sich zur langsamen aber sicheren Selbstzerstörung des Menschen und aller domestistizierten Tiere entwickelt ?

So will ich hier die konventionelle, weitverbreitete Esskultur der am Ursprung orientierten natürlichen Ernährung gegenüberstellen und Lösungsansätze beleuchten. Insbesondere interessieren mich hier einerseits unsere kollektiven und psychischen Widerstände, Blockaden und Hürden, andererseits Ansätze und Möglichkeiten von Integration von Ernährungsumstellung auf konstruktive erprobte Nahrungsauswahl.

2.    Probleme beim Ist-Zustand – konventioneller Esskultur

Um den Ist-Zustand der konventionellen Esskultur verändern zu können, schauen wir uns problematische Auswirkungen einiger wesentlichen Nahrungsbestandteile und Zubereitungsarten näher an.

  1. Zucker, Milch, Alkohol, Fleisch, gehärtete Fette, Getreide

Zucker gefährdet unsere Gesundheit. Nachweislich ist raffinierter Zucker sehr säurebildend,                    vitalstoffraubend und stoffwechselbelastend. Er zerstört die Darmflora, kann Angstzustände auslösen, zu Schlafstörungen und Hypoglämie führen (allgemeiner Streßzustand des Hormonsystems), sowie                    unreine Haut verursachen. Zucker überlastet die Bauchspeicheldrüse und verursacht somit Diabetes als Störung der Insulinproduktion. Nach G.Cousens ( S.162 ) führt industriell hergestellter Zucker zu gravierenden Funktionellen Störungen von Gehirn und Psyche im zwischenmenschlichen Bereich.

Milch und weiterverarbeitete Produkte tragen fälschlicherweise ein gesundheitsförderliches deutlich verzerrtes Image in unserer Gesellschaft. Insbesondere pastorisierte Milch von Kühen dickt die Lymphe                    ein, behindert                    deren Abfluß, ist immunbelastend, sehr säurebildend. Kuhmilch ist von allen Nahrungsmitteln der Schleimbildner Nummer eins.

Kein Tier in der Wildnis trinkt im erwachsenen Alter Milch, noch dazu die Milch einer fremden Art.

Alkohol wirkt toxisch und verändert unseren natürlichen Bewußtseinszustand.                   Darüber sind die meisten Menschen aufgeklärt, dennoch konsumieren breite                   Bevölkerungsschichten, sehr regelmässig und oft suchtartig diese Droge – Droge Nr. 1

 Fleisch und weiterverarbeitete Produkte von Masttieren neigen stark zu Säure                   Bildung. Auch haben sie zu viel Fett und dicken die Lymphe ein.

Gehärtete Fette können im Stoffwechsel nicht verwendet werden, wirken                   stoffwechselblockierend.

Getreide und weiterverarbeitete Produkte sind teilweise starke Säurelocker.                   Insbesondere Weißmehlprodukte enthalten keine oder wenig biologisch wertvolle                  Inhaltsstoffe , sind somit reine Kalorienträger.

2.   Erhitzte Nahrung

Kochen Backen, Braten verändert neben Geschmack und Konsistenz auch die                   chemische Zusammensetzung und Substanz unserer Nahrungsmittel. Ab 45 °C                   werden Vitamine und Enzyme geschädigt und zunehmend abgetötet. Somit

Wir besitzen kein genetisches Anpassungsvermögen für naturfremde Moleküle, die                   durch Erhitzung oder wesensfremde Zubereitungsarten unserer Nahrung entstehen                   (S.10 Die Rohkosttherapie von Guy Claude Burger ).

3.  Säure-Basenhaushalt

Wie schon mehrfach beschrieben gerät der Säure-Basenhaushalt außer Balance durch viele mehr oder weniger säurebildenden Wirkungen vieler unserer konventionellen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Hierzu zählt insbesondere Zucker, Fleisch und Milch.

Unser Körper kann Basen nur aus dem durch die Ernährung zur Verfügung gestelltem Material, nicht aus sich selbst heraus schaffen, Säuren dagegen aus dem Stoffwechselprozess heraus schon.

( S.191 >Individelle Ernährung mit Ayurveda von Gabriel Cousens 1992)

 

4.   Einfluß auf den Geist –     Suchtpotenial konventioneller Ernährung

Süchte durchziehen sich auffallend oder subtil durch die breite Bevölkerung. Schätzungen zufolge haben 90 Prozent der Menschen etwas, worauf sie nicht mehr verzichten können: Schokolade, Kaffee, Nikotin, Alkohol, Glücksspiel, Internet oder Einkaufen – die Liste ist lang, doch eher selten wird das Suchtpotential im Essen registriert. Solange man nicht mit Fettleibigkeit oder Bullemie aus dem gewohnten Rahmen fällt, wird kaum registriert, das Menschen abhängig sind vom Konsum an Fleisch, Milchprodukten, Zucker, Glutamat etc. ähnlich destruktiven Nahrungsmitteln. Insbesondere raffinierter Zucker ist eine Droge, macht abhängig und stark säurebildend. Erhöhter regelmäßiger Fleischkonsum führt ebenfalls zu starker Übersäuerung und steigert aggressives Verhalten. Wer sich genau beobachtet, wird feststellen, ob er nur aus reinem stofflichen Nahrungsbedarf Essen zu sich nimmt, oder wie häufig Essensaufnahme zur Kompensation von nicht gewünschten Gefühlen dient.

Was können mögliche Ursachen für Sucht und Abhängigkeit sein ?                                     Liebeskompensation durch Essen – Zukurzgekommenseins-Gefühle – Mangel an                   Liebe, Annahme, Zuwendung im Kindesalter – führt häufig durch zu Erhöhtem                            Zuckerkonsum mit deren gesundheitlichen Folgen. Mailardsche Moleküle- Isoliert                   Toxide – süchtig machend.

Sozialer oder psychologischer Druck, Streß äußerlicher, wie auch oft im eigenen                   psychischen Verhaltensmuster begründeter Streß, Integration, Gewohnheit,                            Kompensation, innerer Mangel, Disharmonie, als dies können Gründe sein die wir                   bewusst oder unbewußt versuchen auszugleichen, oft eben stofflich

Weiter wirken psychische Faktoren wie Stress oder Frust begünstigend auf Sucht und                   Abhängigkeit. .

 3.    Was ist unter natürlicher Ernährung zu verstehen ?

Schauen wir in die Urgeschichte des Menschen, wird deutlich, daß die Wiege der Menscheit in den wärmeren Regionen des Globus gelegen hat. Menschenaffen, die uns evolutionär sehr nahestehen und im Körperaufbau stark ähneln ( Unterschiede in der DNS teilweise nur 0,6 %), sind vorwiegend Früchteesser .

Fleischfresser haben deutlich andere Zahnformen und verhältnismäßig 5 mal kürzeren Darm, sowie glatte Darminnenwände . Die unsrigen sind zottig. Unsere basischere Magensäure und zottige Darminnenwände ergeben längere Verdauungszeiten als bei den spezialisierten Fleischfressern (>Lebendige. Nahrg. ff.S.22 )

Aufgrund dieser Betrachtung und archäologischer Forschung wird offensichtlich, dass sich der Hommo sapiens überwiegend als Sammler von Früchten ernährt haben wird. Später bei Ausbreitung in klimatisch kältere Regionen werden ihm auch Wurzeln, Kraut, Blätter der Wiese, Bäume und Sträucher zur Ernährung gedient haben.

Der Mensch ist auch heute noch in Besitz eines Ernährungsinstinktes, der über Geruch und Geschmack funktioniert. Jedoch ist dieser nur zuverlässig anwendbar bei

  • unveränderter natürlicher Nahrung
  • Monokost / unvermischter Nahrung

Der Instinkt funktioniert in Ausrichtung auf eine optimalen Versorgung unseres Körpers.

Alle bisher genannten Punkte unterstützen die These, dass umso ursprünglicher und natürlicher ich meine Ernährung gestalte, umso mehr entspricht sie Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Körpers.

Um natürliche Ernähung möglichst klar zu definieren, beziehe ich mich auf die ursprüngliche Ernährungsweise der Menschheit vor Nutzbarmachung des Feuers und vor der Sesshaftigkeit durch Ackerbau und Viehzucht. Somit grenzt diese folgende Punkte aus,

  • Erhitzung der Nahrung über 45°C
  • Anwendung von Verarbeitungsverfahren, die die Nahrung unabsehbar stark künstlich verändernund sich somit auf stärkere, dem menschlichen Organismus nicht dienliche Denaturierung von Nahrung auswirken
  • Konsum von Tiermilch und deren Produkte
  • Anwendung auf die Nahrung oder Konsum von Medikamenten, Syntheseprodukten, Alkohol, Additive, Pestizide, Düngemittel

4.    SPANNUNGSFELD zwischen Ursprung und Jetztzustand

Wenn Du nicht bereit bist, Dein Leben zu ändern kann Dir nicht geholfen werden.                                      Hippokrates 460-377 v. Chr.

 

I.      Angst und Widerstände bzgl. Verhaltensänderung

Die Angst und Widerstand vor Veränderung sind in unserer Gesellschaft stark verbreitet. Sie veranlasst viele Menschen zu einer konserativen Lebenseinstellung. Dem Neuen, dem Unbekannten, dem Fremden werden ungeprüft negative Absichten unterstellt. Da das Wesen des Lebens aber aus Veränderung als einzige zentrale Stabile besteht, wird durch konserative Einstellung eine gewisse Lebensverweigerung praktiziert.

Diese oft subtile, teils in der eigenen frühkindlichen Entwicklung tief ins System geprägte, oft von den Eltern oder anderem sozialem Umfeld übertragene Angst und Abwehrverhalten, kann durch

  1. Erkennen
  2. Annehmen und Verstehen
  3. loslassen -sich auflösen.

Durch Ausweichen oder Verdrängen werden die Abwehr und Ängste vor Veränderungen immer aufrecht erhalten. Häufig aggiert diese Haltung dann nur oft umso vehementer aus dem Un- oder Unterbewussten heraus.

Diese Angst ist weit verbreitet im Kollektivbewußtsein einer breiten Bevölkerung.

Das Streben nach Macht und Herrschaft widerspiegelt häufig geringes Selbstbewusstsein, eben große Angst und daraus entsteht ein starkes Kontrollbedürfnis. So wird solch angstvolle Ausrichtung von herrschenden Kräften stark gefördert und ausgenutzt.

Verwirrung und Verkomplizierung sehe ich häufig als taktisches Mittel geklärte wahrheitsgemässe Inhalte für breite Bevölkerungsschichten unpassierbar zu lassen, wenn sich kurzfristig daraus keine wirtschaftlichen Erträge erzielen lassen. Mittel wie die Medien Fernsehen, Werbung, Nachrichten und Propaganda, Alltagsserien und viele Filme werden hierfür psychologisch subtil missbraucht.

Dies lässt breite Massen der Bevölkerung verhaften in starken Abhängigkeiten von destruktiven Gewohnheiten, der Verantwortungsabgabe des eigenen Gesundheit an die wohl verdienenden Branchen der Medizin und Pharmazie, wodurch wir in einer sackgassenähnlichen , ungesunden Lebenskultur gelandet sind. Sie unterstützen somit die Trägheit des Systems und fördern die konserative Ausrichtung. Letztlich behindern sie sich selbst ein lebendigeres , befreiteres und nicht zuletzt eben viel gesünderes Leben zu führen.

In diesem Bezug wird die Wissenschaft und Forschung sehr selektiv gefördert. Daraus entspringende Wissensergebnisse werden bewusst selektiv und einseitig dargestellt, oder konstruktive Erkenntnisse oft manipulativ zurückgehalten, um den eigenen Interessen, wie dem Machterhalt Kraft zu verleihen.

  1. Hürden einer Ernährungsumstellung

Im menschlichen Handlungsspielraum nimmt das uns direkt zugängliche Bewusstsein, auch als Verstand bezeichnet , nur einen kleine Teil ein, etwa 10-15% der letztlich auf unsere Entscheidungen im Handlungsbereich maßgeblich Auswirkung hat.     Vorstellen kann man sich das gut, als Bild eines Eisberges, der größtenteils unter der Wasseroberfläche verborgen ist. Das hat zur Folge, dass wir emotional mit vielen Prägungen aus der Vergangenheit belastet sind, die uns bei Veränderungsprozessen, wie dem logischen Entschluß zur Ernährungsumstellung häufig im Weg stehen und diesen unbewußt sabotieren. Hier sind die Wesentlichen kurz beschrieben :

  1. Eingeprägte Sicherheit durch das Vorbild der Eltern im Kleinkindalter. Das Vorbild der Eltern im Kleinkindalter gab uns Orientierung und Stabilität bis weit ins Erwachsensein hinein . Die Beziehung zu den Eltern ist immer mit einem Schutzgefühl verbunden, wenngleich die heutige Ernährungserziehung voller Widersprüche ist.
  2. Kochkunst als Gewohnheit – Die internalisierte Handlung der Zubereitung von warmen und heißen Speisen, sowie das Kochen, Braten, Backen sind als teil unserer tief eingeprägten Esskultur zu starken Gewohnheiten geworden.
  3. Tradition der Kochkultur– Tradition gibt Halt und Sicherheit aufgrund von Erprobtem. Doch was wenn nach langer zeitlicher Tradition grobe substanzielle Fehlentwicklungen festgestellt werden ?
  4. Herdentrieb – archaische Anlage gewohnheitsmäßig nahe der Herde zu bleiben, da Abweichen von der Masse aus der archaischen Erfahrung als Erhöhung von Gefahr begriffen wird. Kollektivbewußtsein, wie Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe ist ein wichtiges grundlegendes Gefühl für die meisten Menschen und gibt ihnen Sicherheit.
  5. Das Genussniveau ist stark mit dem Ernährungsinstinkt verknüpft und somit in Natura für das Überleben mitverantwortlich
  6. Loslassen erzeugt oft Angst vor Leere.
  7. Gefahr der Fehlinterpretation. Insbesondere während der ersten Monate können Schwierigkeiten, wie Verdauungsprobleme, Übelkeit, oder gar leichte Magenkrämpfe entstehen. Dies ist nicht als Unverträglichkeit der Rohkost zu interpretieren, um somit einen Abbruch zu begründen. Dies sind Erscheinungen und Zeichen der Wirksamkeit stärkerer Entgiftungsprozeße, welche durch die Umstellung auf die natürliche Ernährung vom Körper ersehnten Nährstoffe entstehen.              Was passiert ?                           Der Körper hat über Jahre möglicherweise Jahrzehnte Nährstoffe verarbeiten müssen , die nicht dienlich und deren Giftpotential die natürliche Ausscheidung überfordert hat. Daher hat das Blutkreislaufsystem solche unbrauchbaren Bestandteile meist in Form von Fettgewebe eingelagert. Nun da der Körper konstruktiv gut verwertbare Stoffe erhält, beginnt er sofort diese alten unbrauchbaren Depots abzubauen. Dies bezeichnen wir auch als Entgiften. Beim Ausschwemmen dieser Gifte geraten diese verständlicherweise noch mal in die Stoffwechselbahnen des Körpers und führen möglicherweise zu anfangs beschriebenen Schwierigkeiten.

Dies alles begründet die Hürden und Schwierigkeiten der Umsetzung mit denen neue Erkenntnisse, mögen sie auch noch so klar und positiv auf der Hand liegen, konfrontiert sind. Daher ist die Lehre der natürlichen, ursprünglichen Ernährung von Rohkost eine Art Geheimlehre . Daher bedarf es Wissen, starke Motivation, Durchhaltevermögen und Unterstützung durch Weggenossen für die konstruktive Umsetzung dieser weitreichenden Heilung.

 

  1. Wege durchs Nadelöhr – Lösungsansätze

 

  1. Aufklärung und Motivation

Haben wir anfangs einerseits beleuchtet , dass die konventionelle Esskultur uns langfristig auf vielen Ebenen schädigt und Hauptursache für die wesentlichen Todesursachen und Zivilisationskrankheiten ist. Andererseits haben wir gesehen, welche Alternativen durch ursprüngliche natürliche Ernährung bestehen. Um hier als Individuum, sowie auch als Gesellschaft konstruktiv Veränderung zu bewirken, ist groß dimensionierte Aufklärung über teils bewusst verzerrte oder falsch dargestellte Inhalte dringend nötig. Dies wird stark durch Pharmazie, Lebensmittel- und Agrarindustrie gehemmt, da diese an der Fehlinformation verdienen.

Nun stelle ich die Frage nach dem Urgrund der Motivation zu einer Ernährungsumstellung bei der Erforschung von Lösungsansätzen oben an. Motivation kann entstehen durch

  • Leidensdruck durch Schmerzen, Krankheit, Allergie und andere körperlich/ geistige Unannehmlichkeiten
  • Verständnis Prophylaktischen Wertigkeit
  • Vorbildwirkung anderer
  • ethisch, ökologische Überzeugung und

Was den Nutzen der Veränderung betrifft, kann dieser ein weiterer Motivationsquell zu Änderung des Ernährungsverhalten sein.

Klienten werden den von Ihnen vorgeschlagenen Weg nur dann mitgehen, wenn er ihnen sachlich und emotional einleuchtet bzw. wenn sie „an ihn glauben“. Deshalb sind eine überzeugende Hintergründe, klare Ziele und ein durchdachtes Konzept zur Veränderung nicht nur aus sachlichen Gründen wichtig, sondern auch für die Motivation.

Äusserst wichtig bei beratenden Vorschlägen ist die Einbeziehung, eigene Beteiligung des Betreffenden. Wer bloß Objekt fremder Veränderungsbemühungen ist, erlebt ein Gefühl von Fremdbestimmung und Kontrollverlust – und wird darauf höchstwahrscheinlich mit Angst und Widerstand reagieren. Wer dagegen in den Veränderungsprozess einbezogen ist und die Chance zur Mitgestaltung hat, der tut sich nach aller Erfahrung sehr viel leichter, die Veränderungen anzunehmen und in seinen Alltag zu integrieren: „Verändern ist angenehmer als Verändert-Werden“.

2. Experiment

Um die emotionale Hürde einer Verhaltensänderung abzuschwächen , empfiehlt sich die Ernährungsänderung vorerst als zeitlich absehbaren Rahmen in Form eines Experimentes zu planen und zu gestalten. Sich mental zeitlich im Vorfeld auf das Vorhaben auch ausreichend vorzubereiten, erweist sich erfahrungsgemäß als sehr unterstützend um die Eigenmotivation für das Experiment zu stärken und in Kontinuität zu stabilisieren. Hilfreich ist hier Zeit Dauer und inhaltlichen Rahmen des Experimentes zu konkretisieren.

3.  Selbstheilung als Selbsterfahrung

Ein sehr kraftvoller , wenn auch anfangs leidvoller Weg ist der, der eigen Selbsterfahrung. Oft löst eine Krankheit, das Erleiden von Schmerzen oder körperlichen Irritationen Intentionen für einen neuen Weg aus, die sich tiefer in die menschliche Psyche einprägen, als jede Aufnahme von auch noch so gut fundiertem Wissen.

Unser Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, die wir nutzen und aktivieren können. Die Tendenz des gesamten Organismus ist es in Balance zu kommen und optimale, unversehrte Funktion wiederherzustellen. Somit kann ich durch zunehmend bewussten und heilsamen Umgang mit meinem Körper, insbesondere durch natürliche Ernährung, die dem Aufbau des Körpers entspricht, Selbstheilung unterstützen.

4.   Vorleben statt missionieren

Man hat keine moralische Autorität bei denen, die man seine grundsätzliche Verachtung spüren lässt.                    Martin Luther King

Es ist eine Kunst, seine Erkenntnis in einer Weise auszudrücken , dass sich die Menschen unterstützt, aber nicht bevormundet fühlen. In wie weit trage ich in mir Erwartungen an verändertes Verhalten meiner Mitmenschen ? Diese auf neue Wege mitzunehmen, oder gemeinsam bewussteren Umgang miteinander, wie im Bezug zu einer natürlichen Ernährung zu entwickeln, sehe ich als große Herausforderung unserer Zeit. Wir neigen dazu bei anderen etwas zu kritisieren , was uns bei uns selbst missfällt. Hier stellt sich eine grundlegende Frage, wie kann ich mir selbst treu bleiben und gleichzeitig andere bedingungslos lieben und annehmen, wie diese sind, ohne jene zu bewerten oder infolge dessen, gar respektlos zu behandeln, auch wenn sie einen ganz anderen Weg gehen als ich. So treffe ich auf einen für mich elementaren Grundsatz Behandle andere nur so, wie ich selbst von anderen behandelt werden möchte. Demzufolge führt Ermutigung vermutlich vielmehr zum Ziel konstruktiver Änderung als Beschämung. Was ich wertschätze nimmt gewöhnlich zu.

Es bedarf hoher selbstreflektiver Sensibilität und bewusster sozial unterstützender Kommunikationsformen, um Menschen auf destruktive Verhaltens- oder in diesem Falle Ernährungsweisen aufmerksam zu machen, diese wirklich zu erreichen und bei ihnen Interesse an Alternativen zu wecken. ( Siehe Gewaltfreie Kommunikation n. Marshall B.Rosenberg )

Nahezu jeder Mensch beginnt sich unwohl zu fühlen, wenn von ihm von außen etwas gefordert wird, wozu

  • er keinen Bezug oder Verständnis hat
  • infolge dessen keine Motivation zum Erproben besteht
  • im Vergleich mit anderen Unausgewogenheit besteht

Um neues Verhalten bei Menschen anzuregen ist Sensibilität für deren Aufnahmebereitschaft gefragt und gleichzeitig Toleranz für ihren Standpunkt. Sobald inneres Einsehen entsteht, kann Unterstützen, Anregen durch Vorbildwirkung und Aufzeigen von Erfolg bzgl. konkreter Punkte sehr förderlich sein und uns Veränderungsbereitschaft erleichtern.

Um auf andere konstruktiv annehmbar und heilsam Einfluss nehmen zu können, biete ich folgende Schritte als Weg an :

  1. ABHOLEN mich ihnen menschlich mental und emotional annähern indem ich für ihre Lage offen bin, bewusst hinhöre, gezielt Fragen stelle, die ein eigenes Verstehen des Betroffenen aktivieren, mich hinein versetze , eben Verständnis aufbringe. Somit nähere ich mich einem Menschen an und erlange eventuell Öffnung bei ihm. Es braucht Zeit mich in jemanden einzufühlen, ihm meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.
  2.  VERTRAUEN ENTWICKELN

Jede Annahme einer Beratung bedarf ein Feld der Sicherheit und des gemeinsamen                    Vertrauens .

Durch das Abholen, im Punkt 1 beschrieben, besteht erhöhte Wahrscheinlichkeit ,                    dass sich der entsprechende Klient öffnet. Sich auf ein Veränderungsvorhaben                    einzulassen, ist nicht nur eine rationale Entscheidung. Mindestens genauso wichtig ist                    ein emotionaler Entschluß für einen Aufbruch, eine konstruktive Veränderung.

3.   ERKENNEN DES HANDLUNGSBEDARFS. Das rationale Erkennen eines Handlungsbedarfs und das (emotionale) Empfinden von Leidensdruck sind die Grundlage jeder Veränderungsmotivation. Das gilt ganz besonders für all jene Veränderungen, die Menschen in größerem Umfang persönliche Anstrengungen und/oder die Änderung von Einstellungen und Verhaltensweisen abverlangen.

4.   ANGEBOT & BEGINN

Hierfür kann ein Experiment mit absehbarem zeitlichem Rahmen vorgeschlagen werden, doch ist ein Einlassen und Annehmen in diesen Rahmen als Voraussetzung zu betrachten, um gemeinsam für einen Heilerfolg bereit zu sein. Unterstützend ist oft die Alltagssituation für eine Zeit zu verlassen, um sich ganz auf die Umstellung konzentrieren zu können.. Für die Umstellung der Ernährung ist ein mehrtägiges Fasten mit Saft bzw. Wasser und anschließend permanentes Entgiften und Entschlacken für die ersten 1-2 Jahre angebracht. Geringe Nahrungsaufnahme, reichlich gutes Wasser, insbesondere vormittags; feste Nahrungsaufnahme zwischen Mittag und spätest 18:00, ein bis zwei Mal fördert den Prozeß der Reinigung.

5.   Erstes/r ER/FOLGen

Wird das Angebot angenommen, der Suchende lässt sich zunehmend ein, können erste Veränderungen und somit Erfahrungen am eigenen System wahrgenommen werden.

6.    Austausch mit Gleichgesinnten – Gruppenbildung – Netzwerke

Wenn Menschen sehen, dass sie den neuen bislang unbekannten Weg nicht allein gehen, dass ähnlich gesinnte Freunde , Bekannte, Kollegen, oder gar Familienangehörige mit Zustimmung oder gar Begeisterung auf das Vorhaben reagieren, bestärkt und ermutigt sie das selbst, und ihre Zustimmung wirkt wiederum zurück auf ihre Nahestehenden und bestärkt sie noch mehr. Diese Aufbruchsstimmung ist in gewisser Weise ein massenpsychologisches Phänomen, welches sich zu immens starker Dynamik entwickeln kann. Auch fördert dies den Austausch von Wissen, Erfahrung oder ganz im praktischen Sinne Austausch von Bezugsquellen, Erfahrungen und nicht zu letzt dem Gemeinschaftssinn zugrunde liegende allumfassende Verbundenheit . Sehr förderlich stelle ich mir hier besonders Lebensgemeinschaften oder Gruppierungen von Menschen die sich häufig und regelmässig zur gemeinsamen Nahrungsaufnahme in diesem Sinne treffen und unterstützen. So könnte für jede Region / City ein Verband entstehen, der einen Führer für solch ein wachsendes Netzwerk herausgibt, regelmässig Aufklärungsveranstaltungen und Zusammenkünfte durchführt und unterstützt.

e.     Aufbau neuer Ernährungskultur – Zielbeschreibung

Um zu einer rundum gesunden Lebensweise zu kommen, ist es nötig die volle Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Empfehlenswert ist die Nahrungsaufnahme im bisher beschriebenen Sinne ( siehe besonders Punkt 3. ) zu korrigieren. Da Ernährung nur eine von 3 Säulen für eine kräftigende und gesunde Lebenskunst ist, steht diese im engen Zusammenhang mit

  • entsprechend maßvoll Bewegung,
  • konstruktiver psychologischer Einstellung, welche durch Liebe, Dankbarkeit, Lachen, sinnvolle, erfüllende Tätigkeit, Meditation, ausreichend Ruhe und Entspannung

bestens unterstützt wird.

Im gesellschaftlichem Kontext stelle ich mir einerseits, stark zunehmend ganz natürliche, rohköstliche Angebote in Verbrauchermärkten, Imbissangeboten, Gastronomie und bei geselligen Anlässen vor. Andererseits erwarte ich Abnahme und ausgleichende Aufmerksamkeit, welche derzeit die Ernährung als teils unbewußter Suchtfaktor in der bestehenden Kultur hat.

Ich messe dem Einzug dieser Ernährungsweise grundlegende gesellschaftliche Veränderungen in Bezug auf Lösung elementarer Probleme bei, wie

  • dem global wachsenden Ernährungsproblem
  • Heilung und Gesundung der Menschen, somit starke Reduktion der momentanen hauptsächlichen Todesursachen und weit verbreiteten Krankheiten
  • respektvolleren Umgang des Menschen mit anderen Wesen und unserer aller Lebensgrundlage – unserem Planeten Erde

 

DU bist was Du ISST

Bibliografie

  1. Lebendige Nahrung – 1995 von Ernst Günter, Verlag Günter, CH-3367 Thöringen- Schweiz
  2. Letzter Ausweg vegan von John Robbins, Hans Nietsch-Verlag, ISBN 978-3-86264-220-5
  3. Frische FRUCHT- UND GEMÜSESÄFTE von Norman Walker, Goldmann-Verlag
  4. Gesundheit und Wohlstand sind machbar – von Prof. Dr. Kurt Tepperwein – Tepperwein Collection – ISBN 3-908172-01-2
  5. Die Rohkosttherapie von Guy Claude Burger, Wilhelm Heyne Verlag München
  6. Geistige Gesetze von Kurt Tepperwein, Goldmann Verlag
  7. Das Herz gesellschaftlicher Veränderung v. Marshall B. Rosenberg, ISBN 3-87387-567-5
  8. Wir fressen uns zu Tode – 1996 von Galina Schatalova, Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-14222-4
  9. Die Sonnendiät – 2001 von David Wolfe, Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-14208-8

 

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